Biographie Musikfabrik

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© Klaus Rudolph

 

DEUTSCH

“Neue Musik bedeutet für mich das Erforschen von Neuem:  neuer Klänge, neuer Musik, neuer Energie, neuer Gefühle, eines neuen Umgangs mit Musik.“

Mit 8 Jahren nahm Florentin Ginot das erste Mal Cellounterricht, mit 9 Jahren entdeckte er sein Interesse für den Kontrabass. Dabei ist für ihn die körperliche Situation zwischen sich als Musiker und seinem Instrument von großer Bedeutung, die sich dadurch ausdrückt, dass der Kontrabass auf Grund seiner Größe, der tiefen Frequenzen und dem Widerstand der Saiten eine intensive Energie des Musikers voraussetzt, um eine Resonanz zu erzeugen: „Die Arbeit mit dem Kontrabass ist ein nicht endender Forschungsprozess, der sich mit den Resonanzen und den natürlichen Klängen des Instruments auseinandersetzt. Um Kontrabass zu spielen, bedarf es einer Beziehung zu dem Instrument. Eine Beziehung zwischen meinem Körper, dem Kontrabass und meinen Händen.“

Zusammenarbeiten ergeben sich u.a. mit Ensemble Modern, L’Itinéraire oder Aleph Ensemble, IRCAM, La Muse en Circuit und Ensemble Intercontemporain. In der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Komponisten wie Helmut Lachenmann, Martin Matalon, Kaija Saariaho und Aurélio Edler-Copes differenziert er seine Erfahrungen und sein Können im Bereich zeitgenössischer und Neuer Musik.

„Neue Musik ist eine große Herausforderung für einen Musiker: Neue Werke zu spielen, eventuell neue Techniken auszuprobieren, die bisher noch nicht ausprobiert wurden und die man selbst noch nicht kennt. Dabei stellen sich einem viele Fragen und für eine kurze Zeit spürt man diese Unsicherheiten, ob es wirklich funktionieren und ob all die Arbeit Früchte tragen wird. Genau dieses offene Erkunden neuer Techniken, neuer Werke und neuer Kunst ist es, was Neue Musik für mich ist.“

Seit Kurzem ist Florentin Ginot Mitglied des Ensemble Musikfabrik. Das Besondere an der Arbeit im Ensemble zeigt sich für ihn vor allem in dem Austausch zwischen den Musikern und Persönlichkeiten. „In jedem Gespräch, das ich mit den anderen Ensemblemitgliedern führe, in jeder Probe, während jedes Kontakts erhalte ich sehr viel Input für meine künstlerische Auseinandersetzung mit Musik. Ich finde hier sehr viel Inspiration, sehr viele neue Ideen. In einem Ensemble zu spielen bedeutet Vielfalt.“

 

ENGLISH

“Contemporary music is about researching something new: new sounds, new music, new energy, new feelings, a new way of making music.“

Florentin Ginot started playing cello at the age of eight. When he was nine he recognized his interest in double bass. The intensive body relation between him as a musician and the instrument is very special to him, particularly because of the size, the low frequency and the resistance of the strings which imply an intense energy to create resonances: „Working with the double bass is a never ending process of research, which is focused on the resonances and the natural sound of it. For playing the double bass you need to be involved with your instrument. It’s kind of a relationship between the body, the double bass and the hands.“

He collaborates with Ensemble Modern, L’Itinéraire or Aleph Ensemble, IRCAM, La Muse en Circuit and Ensemble Intercontemporain. In involvement with contemporary composers like Helmut Lachenmann, Martin Matalon, Kaija Saariaho and Aurélio Edler-Copes he diversifies his experiences and his expertise about contemporary and new music.

“Contemporary music is a really big challenge for a musician: playing new pieces, trying new techniques which sometimes nobody ever played before and which you don’t know either. In a certain time you have all these feelings of insecurity and you don’t know if it will work and even if it is worth the work. This open research of new techniques, new pieces and new art is exactly what contemporary music is to me.”

Recently Florentin Ginot is a member of Ensemble Musikfabrik. What he enjoys most about being part of an ensemble is the artistic exchange between the musicians. “Through every conversation, all rehearsals, and through every contact with the musicians I get so much input for my individual involvement with music. Through Ensemble Musikfabrik I find a lot of inspiration and numerous new ideas. Being a part of an ensemble means diversity.”